Entwickler haben einen wichtigen Rehearsal für das Glamsterdam-Upgrade erfolgreich abgeschlossen. Das Testnet Sepolia soll dabei am 6. Oktober deployed werden.
Ethereum handelt aktuell leicht unter der Widerstandsmarke von 2.500 US-Dollar. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer ist jedoch nicht dem täglichen Kursverlauf gewidmet, sondern dem kommenden Netzwerk-Overhaul im Oktober und der Frage, ob der Markt dieses Ereignis bereits eingepreist hat. Entwickler haben diese Woche einen entscheidenden Rehearsal für das Glamsterdam-Upgrade absolviert. Testblöcke laufen unter neuen Block-Building-Regeln, um eine geplante Deployment auf dem öffentlichen Testnet Sepolia am 6. Oktober vorzubereiten.
Der Client von Nethermind verarbeitete dabei 570,7 Milliarden Gas über 2.302 Tests in drei Minuten und 15 Sekunden – das entspricht einer Rate von 2,9 Milliarden Gas pro Sekunde. Dabei wurden block-level Access Lists validiert, die es Knoten ermöglichen, Daten vorzufetchen, anstatt alles sequenziell zu verarbeiten. Ein auffälliges Detail nach dem Going Live des Testnets war die Erhöhung des Gas Limits von ursprünglich 60 Millionen auf 200 Millionen Gas nach etwa einer Stunde. Dies entspricht einer fast 3,3-fachen Steigerung der pro-block Capacity.
Diese Anpassung ist kein kosmetischer Eingriff. Höhere Gas-Decken bedeuten laut Analyse weniger Fee-Spitzen während hoher Nachfragephasen, etwa bei Token-Launches oder DeFi-Liquidationskaskaden, sofern Node-Operator mit den schwereren Blöcken Schritt halten können. Die Marktentwicklung zeigt sich aktuell als maßvoller Optimismus statt Euphorie. Dies schafft ein interessantes technisches Bild, das es zu analysieren gilt.
Im Preisbereich bewegt sich Ethereum in einer Konsolidierungsphase. Der Kurs notiert bei 2.495 US-Dollar und bleibt damit in einem Band, das seit Anfang September besteht. Die täglichen Schlusskurse bewegten sich recent zwischen 2.446 und 2.488 US-Dollar. Das Volumen wird als unremarkable beschrieben, es gibt weder Anzeichen von Kapitulation noch von blow-off buying, sondern eher ein seitliches Akkumulieren. Die täglichen Moving Averages sind bullish gestackt (20 > 50 > 200), was technisch eine Fortsetzung begünstigt. Der Kurs hat jedoch Schwierigkeiten, die Widerstandszone von 2.493 bis 2.508 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.
Beobachter erwarten einen sauberen Ausbruch über die Marke von 2.508 US-Dollar. Dies würde den Weg zu 2.550 US-Dollar und subsequently zur Supply Zone zwischen 2.723 und 2.822 US-Dollar ebnen, was das von Analysten genannte Ziel von 2.800 US-Dollar validieren würde. Bleibt der Kurs hingegen unter der Unterstützung von 2.378 bis 2.403 US-Dollar, würde dies die nahe Struktur invalidieren und einen Weg Richtung 2.300 US-Dollar eröffnen. Solange konkrete Mainnet-Daten zum Glamsterdam-Upgrade warten, könnte der Markt weiterhin seitwärts zwischen 2.440 und 2.508 US-Dollar tendieren.
Ökonomisch betrachtet bedeutet selbst ein erfolgreiches Upgrade-Zyklus bei der Größe von Ethereum wahrscheinliche prozentuale Gewinne im doppelten Bereich, nicht die Vielfachen, die ein Portfolio resetten. Diese Obergrenze ist genau der Grund, warum risikofreudige Trader einen Blick auf frühere Infrastruktur-Plays werfen. Die fundamentale Argumentation für Glamsterdam ist jedoch real, und eine 3,3-fache Erhöhung der Gas-Limit ist die Art von Kapazitäts-Freischaltung, die sich über Quartale, nicht Tage auszahlt.