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CLARITY Act: Chancen auf Gesetzgebung sinken weiter – Senatsvotum rückt näher

CLARITY Act: Chancen auf Gesetzgebung sinken weiter – Senatsvotum rückt näher

Die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act noch 2026 in Kraft tritt, ist auf Kalshi von 82 % im Februar auf 16 % gefallen.

Die Marktchancen für den CLARITY Act sind deutlich gesunken. Auf der Prognoseplattform Kalshi fiel die implizierte Wahrscheinlichkeit, dass der Entwurf bis zum 31. Dezember 2026 beide Kongresskammern passiert und in Kraft gesetzt wird, von 82 % im Februar auf 16 % zum 7. September. Mehr als 8 Millionen US-Dollar wurden auf diesen Ausgang gesetzt. Gleichzeitig beziffert ein separates Kalshi-Markt die Chance auf eine Senatsabstimmung über den Antrag auf Beratungsaufnahme vor dem 1. Oktober auf 94 %.

Der Unterschied verdeutlicht zwei Fragen: Ob der Senat die Debatte eröffnet und ob der Gesetzgebungsprozess abgeschlossen wird. Der CLARITY Act war im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen aus dem Repräsentantenhaus hervorgegangen. Er sieht vor, dass die CFTC die ausschließliche Zuständigkeit für Spotmärkte bei digitalen Rohstoffen erhält, während die SEC bei Wertpapierangeboten und Krypto-Börsentätigkeiten bleibt.

Für die Beratungsaufnahme im Senat sind 60 Stimmen nötig. Die Republikaner stellen 53 Sitze, mindestens sieben Demokraten müssten mitmachen. Der Termin dafür ist der 15. September. Coinbase-CEO Brian Armstrong äußerte sich optimistisch über die 60-Stimmen-Hürde und sagte, die Verhandlungen hätten weitgehend das geliefert, was beide Seiten wollten.

Andere Einschätzungen fallen vorsichtiger aus. Ian Katz von Capital Alpha Partners senkte seine Einschätzung von rund 40 % auf 25 %, Galaxy Digital lag im August bei 10 %. Offen bleiben demnach drei Streitpunkte: ein Verbot für Amtsträger, Krypto-Vermögen zu halten, Kompromisse bei Stablecoin-Renditen sowie der Schutz von DeFi-Protokollen und nicht-kustodialer Softwareentwickler.

Parallel zur Legislative arbeiten SEC und CFTC eigenständig an Regulierung. Unter Paul Atkins hat die SEC nach Angaben der Quelle einige Durchsetzungsmaßnahmen eingestellt und eine Einstufung von Krypto-Assets vorgelegt. Die CFTC bearbeitet Hebelbörsen und DeFi. Agency-Regeln können allerdings durch eine künftige Regierung geändert werden. Das Senatsvotum am 15. September bleibt daher ein wichtiger Indikator für den parlamentarischen Weg, während die Prognosemärkte die separate Frage des endgültigen Gesetzes bewerten.

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